Olympus deutschland tarifvertrag

Am 17. Juli 2019 unterzeichnete die Konzernleitung von Orange (vormals France Télécom) eine Gleichstellungsvereinbarung, die alle ihre 149.000 Mitarbeiter weltweit abdeckt. Sie schließt ausdrücklich das Recht ein, die elektronische Kommunikation im Zusammenhang mit der Arbeit von der Arbeitszeit zu trennen, und betrachtet häusliche Gewalt als Thema am Arbeitsplatz. Außerhalb Europas ist Orange vor allem in Afrika und im Nahen Osten präsent. Mit den Gewerkschaften gibt es bereits seit 2006 eine internationale Rahmenvereinbarung über Sozialstandards, und 2010 wurde ein globaler Betriebsrat gegründet (siehe Bericht in EBR News 2/2010). Besonders hervorzuheben ist das 2014 geschlossene globale Abkommen über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (siehe Bericht in den EBR News 4/2014). Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bezeichnete die Gehaltserhöhung für Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Bundesländer als „angemessenen Abschluss“ der Tarifverhandlungen nach dreitägigen Verhandlungen mit den Arbeitgebern. Der Zusammenbruch der EBR-Verhandlungen in US-Unternehmen wird immer häufiger, zuletzt beim IT-Konzern Hewlett Packard Enterprise (siehe Bericht in eBR Newss 2/2019). Das strittige Thema für CCEP war die Zuständigkeit des Europäischen Betriebsrats für Umstrukturierungen. Sie sollte nur dann einbezogen werden, wenn mindestens 468 Mitarbeiter in zwei Ländern betroffen sind. Für die SNB-Mitglieder war dies nicht hinnehmbar, da es heute bereits eine kontinuierliche Umstrukturierung gibt und seit der Gründung des CCEP 2.500 Arbeitsplätze verloren gegangen sind. In Ermangelung einer EBR-Vereinbarung wird diese Frage jedoch in die praktische Arbeit des EBR übergehen und könnte leicht in einen Rechtsstreit geraten.

Am 16. September 2019 wurde am Sitz von Suez in Paris ein europaweit gültiges Abkommen zwischen der zentralen Verwaltung und zwei europäischen Gewerkschaftsverbänden unterzeichnet. Das französische Unternehmen beschäftigt weltweit 89.000 Mitarbeiter im Bereich Wasserwirtschaft und Abfallrecycling. Künftig sollen alle Stellen sowohl für Männer als auch für Frauen zugänglich sein, sexuelle Belästigung bekämpft und mit dem Ziel gefördert werden, Familie und Beruf, Vaterschaftsurlaub, flexible Arbeitszeiten sowie die Arbeit von zu Hause aus miteinander in Einklang zu bringen. Nach der Ausgliederung der Umweltsparte aus der ehemaligen Muttergesellschaft infolge der Fusion mit Gaz de France gründete Suez im Juli 2013 einen eigenen europäischen Betriebsrat (siehe Bericht in EBR News 3/2013). Auch in der Tarifrunde konnten die Gewerkschaften Fortschritte erzielen: Die Beschäftigten im Sozial- und Erziehungsdienst der Länder arbeiten ab 1. Januar 2020 mit den gleichen Lohnkonditionen wie ihre Kollegen in Bund und Kommunen.