Tarifvertrag awo mittelrhein

Die Römer nutzten den Rhein für die Schifffahrt. Im 1. Jahrhundert n. Chr. wurden bei Koblenz Brücken über Rhein und Mosel gebaut. In den Jahren 83–85 wurde zwischen Rhein und Donau eine Linde errichtet, um einen schwachen Teil der Grenze zu schützen. Im 2. Jahrhundert wagten sich die Römer auf das rechte Rheinufer und errichteten eine Festung bei Niederlahnstein. Die Kaiser Konstantin und Valentinian sicherten die Grenze durch den Bau von Festungen in Koblenz sind (Confluentes) und Boppard (Bodobrica) mit starken Mauern und runden Türmen, von denen Reste erhalten sind. Die wichtigsten Städte am linken Ufer sind Bingen, Bacharach, Oberwesel, St.

Goar, Boppard und Koblenz am Oberen Mittelrhein sowie Andernach, Bad Breisig, Sinzig, Remagen und Bonn am Niederen Mittelrhein. Rechts am rechten Ufer befinden sich Rüdesheim, Assmannshausen, Lorch, Kaub, St. Goarshausen, Braubach und Lahnstein am Oberen Mittelrhein sowie Vallendar, Bendorf, Neuwied, Bad Hönningen, Linz am Rhein, Bad Honnef und Königswinter im unteren Teil. Die Römer ließen sich von der Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis etwa 400 n. Chr. im Gebiet des Mittelrheins nieder.

Ein wichtiger Faktor war der Bau der Römischen Rheintalstraße zwischen den Landeshauptstädten Mainz und Köln am linken Rheinufer, sowohl auf dem Plateau (nördlich von Rheinböllen) als auch am linken Ufer im Tal (die Strecke der modernen Bundesstraße 9). Der Rhein war die Grenze des Römischen Reiches, weshalb die Straße am linken Ufer, direkt im Inneren des Kaiserreichs, gebaut werden musste. Deutsche und ausländische Touristen haben nie ganz das Interesse am Mittelrhein verloren. Das Interesse ging jedoch seit den 80er Jahren deutlich zurück. Um den Mittelrhein im 21. Jahrhundert attraktiver zu machen, wurden zwei neue Fernwanderwege eröffnet, der Rheinsteig auf der rechten Rheinseite und der Rheinburgenweg auf beiden Seiten des Rheins, die ein besonders intensives Erlebnis der Kulturlandschaft ermöglichen. Radfahrer können das gesamte Mittelrheintal zwischen Bingen und Bonn auf dem Rheinradweg befahren. Auf der linken Seite bietet dies einen durchgehenden Radweg entlang des Flusses, getrennt von allen Straßen für Autos zugänglich. Am rechten Ufer gibt es noch kleine Lücken, in denen Radfahrer regelmäßig Straßen benutzen müssen. Der Name Rheinschlucht bezieht sich auf die schmale Rheinschlucht, die durch das Rheinische Schiefergebirge zwischen Bingen am Rhein und Rüdesheim am Rhein im Süden und Bonn-Bad Godesberg und Bonn-Oberkassel im Norden fließt.

Zwischen Rüdesheim und Lorch gehört das linke Ufer dem Bundesland Rheinland-Pfalz; das rechte Ufer gehört zur Weinregion Rheingau in Hessen. Flussabwärts von Lorch gehören beide Ufer zu Rheinland-Pfalz, bis der Fluss kurz vor Bonn die Grenze zu Nordrhein-Westfalen überquert. Das Klima begünstigte die Weinproduktion. Der Rhein und die schiefer- und grauwackeverwitterten Böden dienen als Wärmespeicher, um große Temperaturschwankungen zu verhindern. Zusätzlich funktionieren die steilen Hänge, um kalte Luft aus dem Tal abzuleiten. Dies ist besonders vorteilhaft für den spätreifenden Riesling, der auf rund 68% (Stand 2013) [4] der gesamten Weinbaufläche angebaut wird. Früher waren die terrassenförmig angelegten Weinberge viel kleiner. Die gegenwärtige Situation hat sich erst nach einer Flurbereinigung in den 1960er Jahren ergeben. Leider ging mit dem Verschwinden der alten Steinmauern ein wertvoller Lebensraum für Mikroorganismen verloren.